Mittwoch, 23. März  - Sonntag, 10. April 2016

Grußkarten zu Ostern
aus der Sammlung Nis Clason



Die Ausstellung zeigte Postkarten aus der Sammlung von Nis Clason. Sie stammen aus der Zeit von 1903 bis in die 1980er Jahre.

Die österlichen Grußkarten stellen Frühlingsmotive dar und feiern den Aufbruch der Natur aus dem Winterschlaf. Lamm, Küken und Ei inmitten frischgewachsenem Pflanzengrün zieren die Karten. Der Osterhase als Fruchtbarkeitssymbol darf natürlich nicht fehlen. Auf den religiösen Osterkarten sind die Auferstehung Jesu Christi, Christus als Hirte oder das Lamm Gottes (Agnus Dei) oft verwendete Darstellungen.

Um 1900 entstand der Brauch, zu Festen wie Ostern Grußkarten an Verwandte und Freunde zu senden. Die Jahre zwischen 1898 und 1918 gelten als Blütezeit der aufwendig gestalteten Motivkarten.

Im ersten Weltkrieg (1914-1918) hielten patriotische Motive mit Uniform Einzug. Süße Kinder im Feldgrau, Hasenkinder mit kleinen Fahnen der Kriegsverbündeten, Siegerkränze, Deutschland und Österreich waren von einem baldigen Sieg überzeugt. Das Ostergrün wird von den Farben des Deutschen Kaiserreiches durchzogen.

Bis zum 10. April war die Kabinettausstellung im Prignitz-Museum zu sehen. (Zugang derzeit über den Propsteiplatz - Ostseite des Domes)




Der Hase zierte über Jahrzehnte die ehemalige Drogerie Gützkow in Havelberg zur Osterzeit. Im Prignitz-Museum begrüßt er in diesem Jahr die Gäste zur Kabinettausstellung.